Website erstellen lassen: Was kostet ein professioneller Webdesigner?
Website erstellen lassen: Was kostet ein Webdesigner wirklich? Preisspannen, Unterschiede und wann sich welche Lösung für Ihr Unternehmen lohnt.
// featuredDie erste Frage, die fast jeder Unternehmer stellt, lautet: "Was kostet das eigentlich?" — und die Antwort "Es kommt drauf an" ist zwar technisch korrekt, aber letztlich unbefriedigend. In diesem Artikel bekommen Sie konkrete Zahlen, klare Unterschiede zwischen den verfügbaren Optionen und eine ehrliche Einschätzung, wann welche Lösung wirklich sinnvoll ist.
Die vier Wege zur Website — und was sie kosten
Vergleich: Website-Baukasten vs. professionelle Website
Es gibt im Wesentlichen vier Wege, zu einer professionellen Online-Präsenz zu kommen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, was Sie am Ende tatsächlich bekommen.
| Lösung | Einmalige Kosten | Laufende Kosten | Zeitaufwand | Sinnvoll für |
|---|---|---|---|---|
| Website-Baukasten (Wix, Squarespace) | 0–500 € | 15–50 €/Monat | Hoch (Selbst) | Hobby, erstes Aushängeschild |
| WordPress-Template-Agentur | 1.500–5.000 € | 50–150 €/Monat | Mittel | Kleine Unternehmen ohne SEO-Fokus |
| Agentur mit Custom-WordPress | 4.000–12.000 € | 100–250 €/Monat | Gering | Unternehmen mit Content-Team |
| Professionell programmierte Website | 5.000–20.000 € | 80–200 €/Monat | Gering | Unternehmen mit SEO als Wachstumskanal |
Die Zahlen sind Richtwerte — nach oben ist naturgemäß keine Grenze gesetzt, aber nach unten schon: Wer deutlich weniger zahlt, bekommt in der Regel deutlich weniger.
Was den Preis einer professionellen Website bestimmt
Hinter diesen Preisspannen stecken konkrete Kostenfaktoren. Kein seriöser Anbieter greift eine Zahl aus der Luft — er kalkuliert anhand von:
Anzahl der Seiten und Unterseiten. Eine Startseite plus fünf Leistungsseiten ist etwas völlig anderes als eine Website mit 30 Unterseiten, Stadtteillanding-Pages und einem Blog.
Individuelle Funktionen. Buchungsformulare, Konfiguratoren, mehrsprachige Inhalte, Kundenportale — jede Funktion bedeutet Entwicklungszeit. Eine einfache Kontaktseite ist in einem Tag gemacht; ein interaktiver Preisrechner dauert eine Woche.
Texte und Copywriting. Professionelle Texte, die tatsächlich verkaufen, kommen selten vom Kunden. Wer diesen Schritt an die Agentur delegiert, zahlt mehr — und bekommt in der Regel mehr zurück.
SEO-Setup. Eine technisch saubere Grundlage — strukturierte Daten, korrekte Meta-Tags, saubere URL-Architektur, interne Verlinkung — ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung dafür, dass Google die Seite überhaupt vollständig indexiert.
Hosting und laufende Betreuung. Manche Agenturen rechnen diese Kosten in die monatliche Pauschale ein, andere stellen sie separat in Rechnung. Fragen Sie immer explizit danach.
Warum billig oft teuer wird
Der Reflex, beim größten Kostenpunkt zu sparen, ist verständlich — aber bei der Website meistens ein Fehler.
Website-Baukästen wie Wix oder Squarespace sind schnell aufgesetzt und auf den ersten Blick günstig. Das stimmt für den Anfang. Langfristig entstehen jedoch versteckte Kosten: Sie sind an den Anbieter gebunden und verlieren alles, wenn Sie wechseln. Die Ladezeiten sind strukturell schlechter als bei einer sauber entwickelten Website, was sich direkt auf Google-Rankings auswirkt. SEO-Kontrolle haben Sie kaum — wichtige Metadaten, URL-Strukturen und technische Optimierungen lassen sich nur eingeschränkt anpassen.
Die eigentliche Kostenfrage ist nicht: Was kostet die Website? Sondern: Was kostet es, wenn die Website keine Anfragen bringt?
Rechnen Sie konkret: Wenn Sie monatlich drei qualifizierte Anfragen verlieren, weil Ihre Website langsam lädt, unübersichtlich ist oder auf Smartphones nicht funktioniert — und jede Anfrage im Schnitt 800 € Marge hat — dann kostet Sie die "günstige" Lösung jedes Jahr fast 29.000 € an entgangenen Einnahmen. Dagegen ist eine professionell entwickelte Website eine Investition mit klar messbarem ROI.
Was eine professionelle Website mindestens enthalten muss
Unabhängig vom Preisniveau gibt es Mindeststandards, die jede Website erfüllen sollte, bevor sie aktiv um Kunden wirbt:
Klares Angebot above the fold. Die erste Bildschirmfläche muss innerhalb von fünf Sekunden drei Fragen beantworten: Was bieten Sie an? Für wen? Und warum sollte jemand ausgerechnet bei Ihnen anfragen? Generische Buzzwords wie "Qualität", "Kompetenz" und "Kundenzufriedenheit" beantworten keine dieser Fragen.
Kontaktweg mit einem Klick. Jede einzelne Seite Ihrer Website sollte einen sichtbaren Weg zur Kontaktaufnahme haben — eine Telefonnummer, ein Button zum Formular, eine WhatsApp-Verlinkung. Wer erst drei Klicks braucht, um Sie zu erreichen, fragt nicht an.
Mobile-First-Design. Mehr als 60 % aller Suchanfragen kommen heute vom Smartphone. Eine Website, die auf dem Desktop gut aussieht, aber auf dem Handy unbenutzbar ist, verliert die Mehrheit ihrer potenziellen Kunden noch bevor sie auch nur den ersten Satz gelesen haben.
Ladezeit unter 2 Sekunden. Google misst die Ladezeit und wertet sie als Rankingfaktor. Nutzer messen sie unbewusst — und springen bei mehr als 3 Sekunden in über der Hälfte der Fälle ab.
SSL-Zertifikat und DSGVO-Konformität. Eine Website ohne HTTPS wird von modernen Browsern als unsicher markiert. Das kostet Vertrauen. Gleichzeitig ist ein Impressum, eine Datenschutzerklärung und ein korrektes Cookie-Consent-System in Deutschland keine Option, sondern Pflicht.
Wann lohnt sich welche Lösung?
Statt einer pauschalen Empfehlung lieber eine ehrliche Entscheidungshilfe:
Website-Baukasten ist sinnvoll, wenn: Sie in den nächsten zwölf Monaten kein Wachstum über organische Suchanfragen anstreben, die Website primär als digitale Visitenkarte dient und Sie selbst regelmäßig Inhalte aktualisieren möchten.
WordPress über eine Agentur ist sinnvoll, wenn: Ihr Team selbst Blogbeiträge, Neuigkeiten oder Produktseiten pflegen soll und Sie ein begrenztes Budget haben, das keine Vollentwicklung erlaubt.
Professionell programmierte Website ist sinnvoll, wenn: Google ein ernst zu nehmender Wachstumskanal für Sie ist, die Website über Jahre stabil und wartungsarm bleiben soll und spezifische Funktionen gebraucht werden, die kein Plugin sauber löst.
Keine dieser Optionen ist per se falsch. Die falsche Option ist diejenige, die nicht zu Ihrem tatsächlichen Ziel passt.
Unsicher was für Sie passt?
Wir schauen uns Ihre Situation an und sagen Ihnen ehrlich, welche Lösung sinnvoll ist — ob das Kasoria ist oder nicht.
